Homepage Carsten von Olnhausen Grafik Gelb

Job Software Entwickler: Meine ganz private Ansicht wie man diesen Job leben kann. Beruf ist hier gleich Berufung


Das ist kein wirklicher Job, sondern eine Lebenseinstellung.
Man hat das im Blut oder man hat es nicht.
Lernen kann man das nicht wirklich.

Wie hat mein Bruder so schön gesagt, es gibt nur wenige wirklich Freaks, die echt gut sind.

Weil es hier in erster Linie darum geht, Zusammenhänge zu erkennen und etwas zu entwickeln, dass es Menschen erleichtert ihre Arbeit zu tun.

In meinen Augen ist eine Software erst dann gut und gelungen, wenn die Anwender gerne damit arbeiten.

Leider ist es nicht immer möglich das optimale zu leisten, Termin- und Kostenzwänge diktieren zu oft das Ende des Projektes, obwohl noch so viel perfekter und schöner machbar wäre.

Aber so lange man den Glauben nicht verliert und mit jeder Zeile Code die man schreibt, auf dieses Ziel hinarbeitet, ist Licht am Ende des Tunnels.

Die Kunst, täglich Neues zu entwerfen und das Gesamte zu verbessern macht einen grossen Teil der Freude an einem solchen Job aus.

Die Sammlung des Wissens, der Erfahrung und der Ergebnisse der Arbeit der vergangenen Jahre bringen mir fast täglich ein schönes Erlebnis!
Wenn die Arbeit besser und schneller von der Hand geht.. *grinst*

Werkzeuge und Objekte zu schaffen, die über lange Zeit und viele Projekte ihren Dienst tun, kann eine sehr befriedigende Aufgabe sein!

Andere haben eine Eisenbahn im Keller stehen, ich meine Programme.

Let's play the game!

Real weiß man oft erst, was man in den Wochen geleistet hat, wenn man damit fertig geworden ist.
Kann mir mal jemand verraten was eine 40 Stunden Woche sein soll? Wenn ich die letzten 25 Jahre betrachte, komme ich vielleicht auf 40 Wochen, in denen es wirklich nur 40 Stunden pro Woche waren. Aber wie sage mir einer meine Chefs einmal, das liegt auch meiner Leistungsbereitschaft. Warum nur sollte er mich einbremsen? Er freut sich doch wie ein Schneekönig darüber, dass ich so viel für die Firma leiste.
So gesehen, wenn der Job Spass macht, leistet man auch wirklich gerne etwas.

Nein, ich habe nie "Studiert".
Die beste Schule war und ist mein Berufsleben.
Traning on the Job und Gier nach Wissen, Ausdauer sind es die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.
Lange Nächte und harte Arbeit führen hier am besten ans Ziel.

Immer wieder neue Aufgaben zu bewältigen, immer wieder neues Schaffen, macht für mich den Reiz aus.

Ein Fliesband würde mich wohl fertig machen. Da bin ich lieber ein "Künstler" dessen Farbe Bits und Bytes sind.

Ein wenig Statistik (selbstverständlich selbst gefälscht.. *bg*):
Das Ergebnis der letzten 5 Jahre Arbeit. Nicht ganz von mir Alleine, aber so etwa 80% sind da schon von mir.
Aktuell habe ich 58 Projekte am Laufen (Web-Seiten, Web-Service, Windows Anwendungen und DLL's):
Ca. 189 Aspx Web-Seiten
Ca. 16 Web-Service Schnittstellen
Ca. 20 Windows Anwendungen

Alles in allem 2214 Klassen. Ganz nett, das ein Grossteil davon Objekt orientiert ist und nur im Zusammenhang funktioniert.
Ich denke, darauf kann ich mit Recht etwas stolz sein.
Ausgedruckt wären das schon ein paar Stapel Papier. So in etwa 7960 Din A4 Seiten.
Gut das niemand auf die Idee kommt, 446256 Lines of Code + 349744 Lines of Comments auszudrucken.

Nur schade, dass niemand dieses "Buch" lesen möchte. Autor, bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.

Die Kunst hierbei, sich noch in den Quellen und Zusammenhängen zu Recht zu finden, die man vor Jahren verbrochen hat.
Ein Vorteil, in mittleren Firmen zu arbeiten. In einer Grossen käme man nie dazu, diese Masse und Vielseitigkeit geniessen zu dürfen.


Carsten von Olnhausen (Freak, Workaholic)
Mai 2009
Carsten von Olnhausen
66802 Überherrn-Felsberg, Leopoldstrasse 8